MSV Duisburg 1902
 
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VfL Bochum bei Westline
2. Bundesliga 2017/2018 - Samstag, 5. August 2017, 13:00 Uhr
MSV Duisburg - VfL Bochum (1:0) 1:1

Spielort: MSV-Arena, Duisburg
Zuschauer: 22.893
MSV: Flekken - Klotz (61.Erat), Bomheuer, Nauber, Wolze - Schnellhardt, Hajri - Stoppelkamp, Oliveira Souza (85.Wiegel) - Tashchy, Brandstetter (65.Onuegbu)
VfL: Riemann - Celozzi, Fabian, Bastians, Soares - Losilla, Hoogland, Kruse (65.Stöger), Eisfeld - Wurtz (46.Bandowski), Hinterseer (79.Mlapa)

Tore:
1:0 Tashchy (7., Rechtsschuss, Vorarbeit Brandstetter),
1:1 Bandowski (47., Linksschuss, Vorarbeit Soares)
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

Gleich am zweiten Spieltag der neuen Saison musste der VfL Bochum also beim Aufsteiger MSV Duisburg zum "Ruhrpott-Derby" antreten. Die kürzeste Auswärtsfahrt des Jahres machten auf Bochumer Seite geschätzte 4.000 Anhänger mit. Die aktive Anhängerschar des VfL wechselte dieses Mal auf die Sitzplätze direkt hinter dem Tor, und hatte sich fast einheitlich in weiß gekleidet, was optisch ein schönes Bild ergab. Weil der Oberrang für die Gästefans nicht geöffnet wurde, hatten sich auch viele VfLer (wie ich selbst auch) mit Karten für die angrenzenden Blöcke eingedeckt. Angeblich durfte der Oberrang aus Sicherheitsgründen nicht geöffnet werden, hieß es offiziell kurz vor dem Spiel. Dieses Argument würde aber das gesamte Sicherheitskonzept ad absurdum führen, wenn sich die restlichen Bochumfans, die keine Tickets mehr für den Gästebereich bekommen haben, Karten für die anderen Blöcke besorgen müssen und es so kaum Fantrennung gibt. Also irgendwie eine vollkommen sinnlose Entscheidung (wenn es nicht doch noch einen anderen sinnvollen Grund dafür gab).

Zum Einlauf der Teams wurde auf Bochumer Seite noch ein Banner mit "Immer vorwärts VfL Bochum" präsentiert. Vor allem von der Lautstärke her war das insgesamt ein guter Auftritt des Gästeanhangs. Auch auf Duisburger Seite gab es zur Rückkehr in die 2. Bundesliga eine große Choreo über die gesamte Hintertorseite. Zunächst gab es auf Ober- und Unterrang die Zeilen "Ultras Liberi" und dazu stand auf dem Zaun "Hunderttausend Kilometer, um jetzt hier zu stehen". Nach dem Einrollen der großen Banner wurden noch blaue und weiß Fähnchen geschwenkt.

Beide Klubs waren jeweils mit einer Niederlage in diese Spielzeit gestartet, also ging es für beide auch schon darum, einen kompletten Fehlstart zu vermeiden. Und der MSV erwischte einen Traumstart in diese Partie. Bereits in der 7. Minute erzielte Neuzugang Tashchy die Führung für die Gastgeber, nach einem satten Schuss, der wirklich genau passte und so unhaltbar für Riemann im VfL-Tor war. Die Gäste aus Bochum wirkten lange Zeit geschockt und konnten sich erst kurz vor dem Pausenpfiff so langsam wieder erholen, aber kamen so in der gesamten ersten Halbzeit nur zu einer guten Möglichkeit durch Hinterseer.

In der zweiten Hälfte stellte der neue Coach des VfL Bochum, Ismail Atalan, wieder mal komplett das System um. Im ersten Saisonspiel gegen den FC St. Pauli hatte er in einem 3-5-2 beginnen lassen, und dann in der zweiten Halbzeit auf 4-3-3 umgestellt. Dieses Mal, in Duisburg, hatte er in einem 4-4-2 beginnen lassen, und stellte wiederum in Hälfte zwei auf 4-3-3 um. Dazu hatte er im Vergleich zum ersten Spiel insgesamt gleich vier neue Leute gebracht, sodass der VfL in nur zwei Saisonspielen schon 18 Spieler eingesetzt hat. Das Ganze fühlt sich irgendwie ein bisschen so an, als würde man immer noch mitten in der Vorbereitung stecken. Positiv ist allerdings die Tatsache, dass Atalan auch im zweiten Spiel seine Fehler schnell korrigiert hat und anschließend gute Ideen hatte, die schnell gefruchtet haben. Denn auch in Duisburg war der VfL in der zweiten Halbzeit das dominierende Team, das bereits nach weniger als zwei gespielten Minuten zum Ausgleich kam.

Der gerade eingewechselte Jannik Bandowski war es, der nach fast einem ganzen Jahr Verletzungszeit endlich zu seinem ersten Einsatz für den VfL Bochum kam, und der gerade einmal etwas weniger als zwei Minuten für sein erstes VfL-Tor brauchte. Aber nicht nur das, denn er sorgte in Halbzeit zwei, gemeinsam mit Danilo Soares, für viel Offensivschwung auf der linken Seite. Der VfL blieb bis zum Schlusspfiff absolut dominant und schnürte den Gegner in dessen Hälfte ein. Nur das zweite Tor wollte irgendwie nicht fallen. Dazu fehlten wiederum Durchschlagskraft und auch ein bisschen einfach das Glück.

Alle Duelle Duisburg-Bochum:

71/72 (1.BL) MSV - VfL 2:2 (VfL-Tore: Wosab,Krämer) 
72/73 (1.BL) MSV - VfL 0:1 (Walitza)
73/74 (1.BL) MSV - VfL 0:0 (-)
74/75 (1.BL) MSV - VfL 3:1 (Eggert)
75/76 (1.BL) MSV - VfL 1:1 (Kaczor)
76/77 (1.BL) MSV - VfL 0:0 (-)
77/78 (1.BL) MSV - VfL 0:0 (-)
78/79 (1.BL) MSV - VfL 1:0 (-)
79/80 (1.BL) MSV - VfL 0:1 (Kaczor)
80/81 (1.BL) MSV - VfL 0:3 (Gross,Pinkall,Blau)
81/82 (1.BL) MSV - VfL 1:0 (-)
91/92 (1.BL) MSV - VfL 1:1 (Milde)
94/95 (1.BL) MSV - VfL 3:1 (Waldoch)
95/96 (2.BL) MSV - VfL 0:0 (-)
96/97 (1.BL) MSV - VfL 1:1 (Wosz)
97/98 (1.BL) MSV - VfL 2:0 (-)
98/99 (1.BL) MSV - VfL 2:0 (-)
01/02 (2.BL) MSV – VfL 0:1 (Graulund)
07/08 (1.BL) MSV – VfL 0:2 (Imhof,Bechmann)
10/11 (2.BL) MSV - VfL 0:1 (Dabrowski)
11/12 (2.BL) MSV - VfL 2:1 (Inui)
12/13 (2.BL) MSV - VfL 0:0 (-)
15/16 (2.BL) MSV - VfL 0:0 (-)
17/18 (2.BL) MSV - VfL 1:1 (Bandowski)

24 Spiele, 7 - 11 - 6 , 20:17 Tore