Kieler SV Holstein 1900
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VfL Bochum bei Westline
2. Bundesliga 2017/2018 - Samstag, 30. September 2017, 13:00 Uhr
Holstein Kiel - VfL Bochum (2:0) 3:0

Spielort: Holstein-Stadion, Kiel
Zuschauer: 10.201
KSV: Kronholm - Herrmann, Schmidt (80.Kinsombi), Czichos, J.van den Bergh - Peitz - Schindler (82.Seydel), Mühling, Drexler, Lewerenz (74.Weilandt) - Ducksch
VfL: Riemann - Celozzi, Fabian, Bastians, Soares - Losilla - Tesche (46.Janelt), Eisfeld (62.Sam) - Kruse, Wurtz - Hinterseer (80.Hemmerich)
Tore:
1:0 Riemann (22., Eigentor, Linksschuss),
2:0 Czichos (42., Linksschuss, Vorarbeit Peitz),
3:0 Drexler (68., Rechtsschuss, Vorarbeit Mühling)
Schiedsrichter: Patrick Alt (Heusweiler)
Gelb-Rote Karte: Wurtz (71., wiederholtes Foulspiel)

Das allererste Ligaduell in der Vereinsgeschichte mit Holstein Kiel wurde für den VfL Bochum an diesem bedeckten Samstag Nachmittag zu einem Offenbarungseid. Nach 20 ordentlichen Minuten, in denen man sogar etwas besser als die Gastgeber war (allerdings ohne wirklich gefährlich vor dem gegnerischen Tor zu werden), war es leider wieder einmal Manuel Riemann, der die Niederlage des VfL einleitete. War es bei der Niederlage vor einem Monat in Bielefeld noch ein halbes Eigentor, war es dieses Mal ein blitzsauberes Eigentor. Nach einem Rückpass von Danilo Soares wollte sich Riemann den Ball selbst vorlegen, schoss ihn sich allerdings selbst ins eigene Tor. Diese Slapstickszene wird man wohl weltweit noch in vielen TV-Sendungen sehen. Abgesehen von diesem dicken Schnitzer hielt er aber gut an diesem Nachmittag. Von diesem Moment an aber brach der VfL Bochum in diesem Spiel komplett auseinander, und war dann später mit dem 2:0 zur Halbzeitpause noch sehr gut bedient. Ebenfalls zum wiederholten Male in dieser Spielzeit war es ein Eckball, der das zweite Gegentor brachte. Alleine Kiels Stürmer Marvin Ducksch hätte schon vor dem Halbzeitpfiff das Spiel komplett zu Gunsten der Gastgeber entscheiden können. 

Der Trainer und das gesamte Team des VfL wirkten dann auch in der zweiten Halbzeit völlig rat- und ideenlos. Ismail Atalan hatte sich zwar auch zu Saisonbeginn das eine oder andere Mal vercoacht, aber seine Aufstellungs-/Taktikfehler immer irgendwie korrigieren können (auch wenn das nicht immer zu einem positiven Ergebnis geführt hatte). Mittlerweile gelingt ihm aber das auch nicht mehr, und er wirkte - gerade in der zweiten Hälfte - ähnlich resignierend wie sein Team auf dem Rasen. Man hat von außen jedenfalls nicht den Eindruck, dass es da irgendwo eine sehr große Harmonie gibt. Woran liegt es also, dass der VfL bisher so weit den eigenen Ansprüchen hinterherhinkt? Wird die aktuelle Mannschaft, die vor allem auf Grund der Neuverpflichtungen (oder deren Namen) Ambitionen geweckt hat, einfach gnadenlos überschätzt? Ist es einfach nur Überheblichkeit? Denn manchmal wirkt es so. Gibt es interne Probleme? Ich denke nicht, aber die Kommunikation innerhalb der Mannschaft auf dem Platz scheint jedenfalls auch nicht hundertprozentig zu stimmen. Wenn man die Spieler während des Spiels beobachtet, sieht man auffällig oft Fragezeichen in den Gesichtern oder Schulterzucken, bei Kritik eines Mitspielers. Wie schon geschrieben: harmonisch wirkt das alles nicht.

Bitter war es jedenfalls, dass mit Tim Hoogland, Dimitrios Diamantakos (beide verletzt) und Kevin Stöger (gesperrt) gleich drei Leistungsträger fehlten. Dazu kommt dann noch, dass andere Leistungsträger wie Fabian, Celozzi oder Losilla derzeit völlig außer Form zu sein scheinen, oder andere möglicherweise nach Verletzungspausen zu schnell wieder zum Einsatz kommen müssen, weil Alternativen fehlen (Riemann, Eisfeld, Janelt). Das kann kein noch so gut aufgestellter Kader verkraften, wenn das denn so sein sollte. Wenn dann noch insgesamt die Ergebnisse fehlen, hat man die beim VfL Bochum irgendwie obligatorische (Herbst-)Krise, dieses Jahr bereits nach neun Spieltagen.

Glücklicherweise ließen die Kieler es nach dem dritten Treffer in der 68. Minute durch Drexler etwas ruhiger angehen. Denn spätestens drei Minuten nach dem 3:0, als Johannes Wurtz mit Gelb-Rot vorzeitig den Platz verlassen musste, war das Spiel endgültig entschieden, und hätte noch in einer totalen Katastrophe enden können. Letztendlich war der VfL also mit dem 3:0 mehr als gut bedient, und zeigte die bislang mit Abstand schlechteste Saisonleistung. Beinahe wäre dem bei Holstein eingewechselten Tom Weilandt sogar noch ein Tor gelungen. Das hätte auch noch zu diesem Nachmittag gepasst, wenn der in der letzten Saison beim VfL so enttäuschende und jetzt an Kiel ausgeliehene Offensivmann auch noch getroffen hätte.
Fähren nach Skandinavien im Kieler Hafen (links nach Göteborg, rechts nach Oslo)
Fähren nach Skandinavien im Kieler Hafen (links nach Göteborg, rechts nach Oslo)
Fähre nach Laboe im Kieler Hafen
Fähre nach Laboe im Kieler Hafen
Stena Germanica (legt abends Richtung Göteborg ab)
Stena Germanica (legt abends Richtung Göteborg ab)
Restaurant El Meson Playa in Laboe
Restaurant El Meson Playa in Laboe
Strand in Laboe
Strand in Laboe
Hafen in Laboe
Hafen in Laboe
Strand in Laboe
Strand in Laboe
Marine-Ehrenmal in Laboe
Marine-Ehrenmal in Laboe
Strand in Laboe
Strand in Laboe
Strand in Laboe
Strand in Laboe

Alle Spiele Holstein Kiel vs. Bochum:

02/03 (Pokal) KSV - VfL 1:2 (VfL-Tore: Wosz,Freier)
17/18 (2.BL) KSV - VfL 3:0 (-)

2 Spiele – 1 – 0 – 1 – 4:2 Tore