Stabæk Fotball
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Lillestrøm SK
  Stabæk IF Offiziell
Stabæk Support
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  Lillestrøm SK Offiziell
Kanari-Fansen LSK
Tippeligaen 2014 - Sonntag, 28.September 2014, 15:30 Uhr
Stabæk IF - Lillestrøm SK (2:0) 2:0

Spielort: Nadderud Stadion, Bærum

Zuschauer: 3.665
STB: Sayouba - Jalasto, Høiland (58.Skjønsberg), Næss, Trondsen - Sokolowski, Kassi (90.Sortevik) - Jacobson, Hoseth, Stephens (90.Haugstad) - Brustad

LSK: Origi - Amundsen (46.Lundemo), Ødegaard, Kippe, Ringstad (72.Mikalsen) - Riise, Andersson - Pálmason, Moen, Fofana - Knudtzon (62.Friday)
Tore:
1:0 Brustad (3., Kopfball, Vorarbeit Stephens),
2:0 Kassi (41., Rechtsschuss, Vorarbeit Jalasto)
Schiedsrichter: Svein Oddvar Moen (Haugesund)

Seit ziemlich genau fünf Jahren hatte ich kein Spiel meines Lieblingsvereins in Norwegen, von Stabæk IF, mehr live vor Ort gesehen. Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, Stabæk endlich wieder einen Besuch abzustatten. Seit einigen Monaten hatte ich entsprechend nach interessanten Reiseangeboten gesucht. Was im teuren Norwegen nicht ganz so einfach ist. Als ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, entdeckte ich vor zwei Wochen ein Super-Sonderangebot der Reederei Color Line. Offenbar versucht man im Herbst, also außerhalb der Hauptferienzeit die Schiffe zu füllen. Sofort buchte ich eine "Oslo-Städtereise" ab und bis Kiel, mit einer Hotelübernachtung in Oslo, zu einem Preis, der für skandinavische Verhältnisse fast geschenkt war. An diesem Samstag Morgen um 6 Uhr ging es also los, und nach vierstündiger, ereignisloser Fahrt wurde Kiel erreicht. Nach dem Einchecken ging es kurz zu Fuß hinüber in die Kieler Innenstadt, um sich noch in einer großen, bekannten Kette für italienisches Essen für die kommende Reise zu stärken. Pünktlich um 14 Uhr, bei wunderbar sonnigem Wetter, startete die Fähre "Color Magic" in Richtung Oslo. Dementsprechend sammelte sich der Großteil der Mitreisenden auf dem Sonnendeck, um die schöne Aussicht auf die Kieler Förde und schöne Ostsee-Badeorte wie Laboe zu genießen. Wie ebenfalls schon bekannt, genossen vor allem die norwegischen Urlauber den für sie billigen Alkohol. Der im britischen Stil errichtete Pub auf der Promenade im Inneren des Schiffes war auch gleich von Beginn an gut gefüllt. Dort liefen auch den ganzen Tag lang die Spiele der englischen Premier League auf den Großleinwänden, u.a. das Liverpooler Derby. Bis tief in die Nacht wurde an Bord feuchtfröhlich gefeiert, laut gesungen und getanzt. Zuerst bei der Musicalaufführung im großen Theater, anschließend in der "Observation Lounge" auf dem 15. Deck und im Pub bei Livemusik, und im Nachtklub bei Tanzmusik mit vielen Bässen. Gegen 2 Uhr schließlich ging ein herrlicher Tag zu Ende. Leider schwankte das Schiff mittlerweile ziemlich stark, so dass die Nacht relativ unruhig wurde.

Am nächsten Morgen um 10 Uhr wurde endlich Oslo erreicht. Zunächst ging es mit dem Bus zum Hauptbahnhof, um das Gepäck in einem Schließfach erst einmal loszuwerden. Danach wurde Oslo zu Fuß erkundet. Für mich gab es natürlich nicht viel neues zu entdecken, aber dennoch genoss ich den langen Spaziergang durch die norwegische Hauptstadt bei blauem Himmel und Sonnenschein und Temperaturen von etwa 18°C sehr, war ich doch einige Jahre nicht mehr in einem meiner liebsten Reiseziele gewesen. Vom Hauptbahnhof ging es die Hauptstraße entlang und hinauf zum Königsschloss, wo pünktlich um 12 Uhr gerade die Wachablösung zelebriert wurde. Und hinüber zum Hafen, wo ich mir ein leckeres Eis gönnte und das Ein- und Auslaufen der vielen Fähren zu den kleinen Fjordinseln verfolgte. Bei dem wunderschönen Wetter waren natürlich viele Leute unterwegs. Nach der Essensaufnahme bei einer schwedischen Burgerkette ging es noch schnell zum Einchecken im Hotel, das sich auch in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof und zur Hauptstraße befand. Leider hatte ich zwischendurch etwas die Zeit vergessen, so dass Eile angesagt war. Denn ich wollte ich ja zu Stabæk, die heute zum Heimspiel gegen Lillestrøm antreten mussten. Also schnell die Treppen hinunter zur U-Bahn, wo ich dann noch ziemlich ins Schwitzen kam und die anivsierte Bahn verpasste. Denn der Fahrkarten-Automat akzeptierte weder meine normale Bankkarte noch meine Kreditkarte. Also wieder die Treppen hinauf zu einem Geldautomaten und noch etwas Geld abgehoben. Wieder unten stellte ich fest, dass dieser Fahrkarten-Automat an diesem Tag auch keine Scheine annahm, sondern nur Münzen. Also wieder zurück nach oben zum Wechselautomaten, den ich zuvor glücklicherweise entdeckt hatte. Dann konnte es endlich Richtung Nadderud Stadion gehen. Mit der U-Bahn-Linie 2 kommt man direkt vom Hauptbahnhof in Oslo nach Bekkestua, das als Busbahnhof ein großer Knotenpunkt im Westen Oslos ist. Nach ca. 20 Minuten Fahrtzeit stieg ich also in "Bekkestua" aus. Von hier aus sind es noch knapp zehn Minuten zu Fuß zum Nadderud Stadion. Schnell ein Ticket für die Haupttribüne erstanden und hinein, genau zum Anpfiff saß ich auf meinem Platz. Punktlandung!

Zu tun bekam es Stabæk, das als Aufsteiger derzeit im Tabellenmittelfeld steht, an diesem ebenfalls sonnigen Nachmittag im Nachbarschaftsduell mit Lillestrøm SK, das als aktueller Tabellenfünfter noch um eine Teilnahme zur Europa-League-Quali kämpft. Das Hinspiel in Lillestrøm hatte Stabæk deutlich mit 1:5 verloren. Stabæks Keeper Mandé Sayouba hatte bei diesem Spiel gefehlt, weil er sich mit dem Nationalteam der Elfenbeinküste auf die anstehende Fußball-WM in Brasilien vorbereitete und sein Vertreter Borger Thomas wurde bereits nach vier Minuten wegen einer Notbremse vom Platz gestellt, so dass mit Simen Omholt-Jensen ein A-Jugendlicher die restlichen 86 Minuten im Tor stand. Große personelle Probleme hatte Stabæk vor diesem Spiel zwar nicht, aber vor gerade einmal vier Tagen hatte man das Pokal-Halbfinale an gleicher Stelle gegen Molde FK mit 0:1 durch ein spätes Gegentor auf sehr bittere Weise verloren. Dementsprechend niedergeschlagen war die Grundstimmung bei den Stabækfans vor dieser Begegnung.

Das änderte sich aber schon wieder nach drei gespielten Minuten, als Fredrik Brustad das 1:0 für Stabæk erzielte. Die Gäste aus dem ca. 30 km entfernten Lillestrøm hatten für norwegische Verhältnisse eine stattliche Anzahl von Gästefans mitgebracht, die auch ordentlich Betrieb machten und ihr Team lautstark supporteten. Auf den Rängen ging das Duell an diesem Nachmittag also ganz klar an die Gästeanhänger, während Stabæk Support merkwürdig still war. Ich denke, dass die meisten Leute einfach noch zu enttäuscht waren, dass der große Traum vom Pokalfinale ein paar Stunden zuvor wie eine Seifenblase zerplatzt war. Auf dem Rasen war es ein sehr kurioses Spiel. Lillestrøm bestimmte eindeutig das Spiel, kam zu vielen hundertprozentigen Torchancen, aber Stabæk machte die Tore. Kurz vor der Pause durch Kassi zum 2:0. Nach der Pause ging es genauso weiter. Die Gäste waren weiter das aktivere und bessere Team, vergaßen eigentlich nur das Toreschießen. In der 68. Minute hätte Stabæk sogar auf 3:0 erhöhen können, aber der zweifelhaften Foulelfmeter von Magne Hoseth wurde vom Gästekeeper pariert. In den Schlussminuten hatte Fredrik Brustad noch zwei hundertprozentige Torchancen, aber am Ende stand ein 2:0-Heimerfolg, der Stabæk auf den 7. Tabellenplatz nach vorne brachte.

Der Abend in Oslo wurde noch in einem Pub direkt an der Hauptstraße bei einem leckeren 7-Euro-Bier verbracht. Am nächsten Tag ging es nach dem herausragenden, typischen norwegischen Frühstück im Hotel um 12 mit dem Bus wieder zum Fährterminal von Color Line, wo um 14 Uhr, erneut bei prächtigem Wetter, die Rückreise durch den Oslofjord nach Kiel startete. Gegessen wurde dieses Mal in der "Tapas Bar" an Bord der "Color Fantasy", und am Abend noch ein Würstchen in der "Sports- and Burgerbar", die es auch an Bord gibt. Abgeschlossen wurde dieser wirklich wunderschöne Kurztrip mit einem Bier bei der Musicalaufführung im großen Theater und noch einem in der "Observation Lounge" auf dem 15. Deck bei entspannender Livemusik, während an uns Schweden und Dänemark vorbeizogen. Alles in allem ein Kurzausflug, der sich absolut gelohnt hat und viel Spaß gemacht hat.
... überall im Ort hängen Stabæk-Fahnen
... überall im Ort hängen Stabæk-Fahnen
Nadderud Stadion außen
Nadderud Stadion außen
Haupttribüne des Nadderud Stadions
Haupttribüne des Nadderud Stadions
Stabæk Support
Stabæk Support
Stabæk Support
Stabæk Support
Magne Hoseth (links) und Fredrik Brustad beim Anstoß
Magne Hoseth (links) und Fredrik Brustad beim Anstoß
Spielszene vor Gästefans
Spielszene vor Gästefans
LSK-Supporter
LSK-Supporter
Stabæk Support
Stabæk Support
LSK-Supporter
LSK-Supporter
Stabæk-Trainer Bob Bradley (ehemaliger Nationalcoach der USA)
Stabæk-Trainer Bob Bradley (ehemaliger Nationalcoach der USA)
Haupttribüne Nadderud Stadion
Haupttribüne Nadderud Stadion
LSK-Supporter
LSK-Supporter
Nadderud Stadion
Nadderud Stadion
Spielszene
Spielszene
Start mit der Fähre in Kiel
Start mit der Fähre in Kiel
Ostseebad Laboe, von der Fähre aus gesehen
Ostseebad Laboe, von der Fähre aus gesehen
Promenade auf der Fähre "Color Magic"
Promenade auf der Fähre "Color Magic"
Pub auf der "Color Magic"
Pub auf der "Color Magic"
eines der vielen Restaurants auf der "Color Magic"
eines der vielen Restaurants auf der "Color Magic"
Große Beltbrücke in Dänemark
Große Beltbrücke in Dänemark
Promenade auf der "Color Magic"
Promenade auf der "Color Magic"
Promenade auf der "Color Magic"
Promenade auf der "Color Magic"
Hauptstraße in Oslo
Hauptstraße in Oslo
Königsschloss in Oslo
Königsschloss in Oslo
Hauptstraße in Oslo bei Nacht
Hauptstraße in Oslo bei Nacht
Oslo bei Nacht
Oslo bei Nacht
"Tapas Bar" auf der "Color Fantasy" auf der Rückfahrt
"Tapas Bar" auf der "Color Fantasy" auf der Rückfahrt
Fahrt durch den Oslofjord auf der Rückreise
Fahrt durch den Oslofjord auf der Rückreise
Promenade auf der "Color Fantasy"
Promenade auf der "Color Fantasy"
Promenade auf der "Color Fantasy"
Promenade auf der "Color Fantasy"